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Acid - Säure


Säure ist gefährlich für Integrität und Lebensdauer der aus kalkhaltigen Mineralien aufgebauten Zahnsubtanz.

So verschwindet ein in ein Glas mit Orangensaft gelegter Zahn nach einigen Monaten !

Daher kommt neben ausgewogener Ernährung auch dem im Speichel eingebauten 'Reparaturmechanismus' große Bedeutung zu, der aufgelöste Mineralstoffe wieder in die Zahnoberfläche zurückbaut.

Fluoride, versetzen die Zahnoberflächen in einen deutlich weniger löslichen Zustand .

Ausgezeichnete Übersichtsarbeit zum Thema 'Erosion' in dem 1 MB großen ACROREAD-Artikel von
PD Dr. Attin/Freiburg:

erosion.pdf

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Mein (nicht veröffentlichter) Leserbrief zu einem NWZ-Artikel datiert vom Do, 27.06.96 mit dem Titel
'Zahnschmelz wird porös - Limonade mit Zitronensäure die Ursache'.

Die Erkenntnis, dass Zitrusfrüchte und ihre Säfte den Zahnschmelz porös machen, ist nicht neu, wird aber wegen der Vitaminmangel-Hysterie bisher nicht ausreichend gewürdigt. Ausgerechnet bei Kindern aus biologisch bewusst lebenden Familien sehe ich in meiner Praxis oft katastrophale Gebiss-Zerstörungen durch Säure(n).

Jede Form von Säure erodiert die Zahnsubstanz. Entgegen landläufigen Vorstellungen von gesunder Ernährung zählen auch die in Mineralwässern gelöste Kohlensäure und die - so gepriesenen - Äpfel dazu. Auch eine milder konzentrierte Säure ist gefährlich für die Zähne, weil sie den säurepuffernden Speichelfluss nicht ausreichend stimuliert.

Der gefährdetste Patient ist derjenige, der am Bettrand die Flasche mit gering kohlensäurehaltigem Wasser stehen hat, denn nachts wird der neutralisierende Speichelfluss stark reduziert, und die Säure hat 8 Stunden Zeit, ihr zerstörerisches Werk zu betreiben und den Weg für Kariesbakterien zu öffnen.

Der Neandertaler (als Vorbild einer ‘natürlichen’ Ernährung) kannte weder kohlensäurehaltiges Wasser, noch Obst- oder Zitrussäfte. Meint man, der Früchte-Honig-Kohlensäurewasser-Ideologie alternativer Ernährungsapostel folgen zu müssen, sollte vor allem bei Kindern nicht auf die zusätzliche Härtung des Zahnschmelzes durch Fluoride verzichtet werden.

Reines Leitungswasser ist nach wie vor für die Ernährung am unbedenklichsten.

D. Schmidt

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© Detlef Schmidt 01.06.1997 - Letzte Aktualisierung:

  

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