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PZVD

Association of German Private Dentists 


. First created the 1rst of June 1997

Updated on  26. März 2008


Since 1978 I am member in the Association of German Private Dentists - PZVD. In my role as former deputy chairmen of the association (1985 to 1991) I gave the following status-political principle talk.

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The Private Dental Practice

Quotations of a talk given on the occasion of the annual convention of the Private Dental Association of Germany (PZVD) on the 8th of November 1991 in Frankfurt/M

The organization form of the pure privatly managed dental practice serves to restore oral health and securing healthy oral structures better than every other, so far practiced organization form!

The 'Association of Private Dentists of Germany' - briefly PZVD - was founded in the year 1978. - Its foundation-fathers were not more than 15 German dentists, who had submitted themselves to the idea of a quality-oriented individual dentistry. A short medical-historic review:
At the end of the sixties there took place an enormous development in the area of functional analysis of dentures , which was taken up not so much by the established university dental clinics, but far more by inspired practical dentists.

Perhaps you remember the late 60's, when e.g. Arne Lauritzen held his functional courses in Germany, which actually aroused again a tremendous thirst for information about those already for a long time well-known articulation doctrines and caused enthusiastic dentists to pilgrimages into the North American centers of the so-called 'Comprehensive' Dentistry, which can be translated only incompletetely with the German term 'ganzheitlich', which means 'global dentistry'.

Many dentists at that time oriented themselves from the traditional 'tooth'-medicine to a more 'global' aligned 'denture-medicine'. The adaption of occlusional concepts with the combination of waxing techniques to form the chewing surfaces, the discovery of the interrelations between joint - muscles - tooth surfaces and the periodontium opened many dentists eyes to deeper insights into causal medical connections and were reason for new enthusiasm for our profession.

Developments in periodontologie ran deferred, but in similar form. Here it was the discovery of the term 'infected oral cavity' (Mühlemann) and the meaning of their hygenic reorganization for the oral structures, which flowed likewise into a more global viewpoint. The periodontitis was not longer understood as a local separated infect but as a multifactorial system illness. Patients, who had been cared for by the established dental medicine up to then above all symptomatically (with a type of tooth-medically 'delaying tactics' -or 'supervised neglect') found interest in the new possibilities of more causal and prognostically more favorable therapy, which however (unfortunately) required a longer treatment time, more advanced training knowledge, a lot of instrumentation, a large amount of skill and not least a great deal of compliance of the patient.

Those, who wanted to offer the new, more global therapy concepts, had difficulies to realize it, because the conventional 'tooth'-medicine, which reached its maximum form only under the particular high suffering pressure of a patient, troubled by pain, concurred in a stronger motivation for the patients than the new methods. The term 'Compliance' between patient and physician, formulates appropriate this function increase of the global practicing dentist opposite to curative activity driven only by acute suffering pressure of a patient.

However insufficiently high fees faced the increased demand for quality dentistry for this new section, and an adjustment of the fee height to the new possibilities could not be politically interspersed : The new possibilities of denture-medically therapy was too expensive for the society. It was the opinion, that a dentist could do the new procedures additionally only for a few, particularly sick patients as 'special cases'.

*** TRANSLATION ENDS HERE ***

Über den Beihilfemechanismus ist zunehmend ein unseliges Junktim zwischen den Staatsausgaben und dem vom Staat 'verordneten' Gebührenverzeichnis entstanden. Das Preisdiktat des Verordnungsgebers bemißt die jeweilige Gebührenhöhe nicht gemäß dem Niveau des zahnmedizinisch möglichen Zeitaufwands für eine therapeutische Leistung, sondern er benutzt sie vorrangig als Instrument staatlicher Ausgabeneinsparung. Der Zweck der PZVD war - und muß es (leider) noch heute sein -, Mittel und Wege zu finden, um trotz der bestehenden restriktiven und bedauerlicherweise auf Massenversorgung konzipierten Gebührenordnung dennoch die umfangreichere individuelle Qualitätszahnmedizin adäquat bezahlt zu bekommen. Wir mußten dazu erst einmal wieder zurück auf die Schulbank und uns mit den - dem ärztlichen Ethos eigentlich fremden - Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre vertraut machen, gefolgt von einer Betriebsanalyse unsrer Privatpraxen. Vor allem das Führen eines Zeitkontos in den Patientenunterlagen ermöglicht hierbei die einfache Analyse, ob einer jeweils in einer Praxis angebotenen Sachleistung auch die entsprechend hohe Einnahme gegenübersteht, um nicht in eine unübersichtliche Mischkalkulation zu verfallen und von den Zwängen des Zeitdrucks befreit praktizieren zu können.

Erst seit der GOZ-Novellierung 1988 zeichnet sich die wachsende Erkenntnis auch in weiteren Kollegenkreisen ab, daß Qualitätszahnheilkunde unter den gegenwärtigen Voraussetzungen in einer auf dem Solidaritätsprinzip beruhenden Sozialmedizin nicht mehr bezahlbar ist. Die 'Zweiklassen-Zahnmedizin' ist für den Eingeweihten de facto ja bereits seit langem etabliert - mit der Verschleierung dieser Tatsache werden wir aber noch lange leben müssen, weil die Politik dem 'Wahlvolk' diese Wahrheit nicht zumuten wird.

Nach einem zunächst traumatisch mißglückten Start als junger Assistent in der Kassenpraxis meines Vaters (Zeitdruck und Reparaturmentalität statt causaler Prophylaxe) fing ich noch einmal von ganz vorne an, mir die Zahnmedizin anzueignen und war dazu 5 Jahre in Zürich als Assistent tätig. Da es in der Schweiz  eine gesetzliche Krankenversicherung wie in der Bundesrepublik nicht gibt, steht die Zahnmedizin zwangsläufig auf höherem Qualitätsniveau. In meiner Heimatstadt habe ich nach meiner Rückkehr gegen den vehementen Rat aller Sachkundigen  den direkten Start in die Privatpraxis gewagt und bin seit 1978 vom ersten Tage an stolzer Betreiber einer auch wirtschaftlich sich tragenden, kompromißlosen Privatpraxis, in der ich meinen Patienten ohne Einschränkung das zukommen lassen kann, was dem hohen heutigen Standard des zahnmedizinisch Möglichen entspricht.

Qualitätszahnheilkunde läßt sich nicht in einer frequentierten Kassenpraxis realisieren, denn laut der in dem Buch von Dr. Schulz-Bongert 'Kommentar GOZ 88' errechneten Preis/Zeitrelationen für zahnärztliche Leistungen, die sich an dem für den Betrieb einer Praxis erforderlichen Mindestumsatz orientieren, wird offenbar, daß selbst auf dem Privatsektor zeitlich und qualitativ korrekt erbrachte Leistungen nur dann betriebswirtschaftlich zu vertreten sind, wenn sie  die Zeitdifferenz durch andere, weit unter dem eigentlich für sie erforderlichen Zeitaufwand erbrachte Leistungen wieder kompensiert werden.

Die ungeschminkte Wahrheit - über die keiner gerne spricht - ist, daß Kostendeckung für qualitativ ausreichende Leistungen nur über eine Mischkalkulation mit mehrheitlich qualitativ nicht ausrei-
chenden Leistungen erreicht werden kann. Es resultiert der Zwang 

zur Ausübung zweier bezüglich ihrer Qualität unterschiedlicher Formen der Zahnmedizin unter demselben Dach, und es scheint eher dem Zufall überlassen, wer jeweils in den Genuß einer 'besseren' Leistung gelangt. Der Privatpatient ist es in der Regel jedenfalls nicht - das beweist leider der Blick in den Mund eines jeden Neuankömmlings in meiner Praxis, in dem ich trotz goldener Restaurationsorgien vergeblich Spuren eines Gesamtsanierungskonzeptes im Sinne einer 'comprehensive dentistry' (s.o.) suche. Es wird also nicht genug für die Interessen gerade dieser Patientengruppe eingetreten. Die 'Schere im Kopf' zwischen dem Diktat der Mischkalkulation und dem eigentlich medizinisch Wünschenswerten ist die Ursache für dieses Phänomen. Die Wiederherstellung der durch die GOZ aufgehobenen uneingeschränkten Vertragsfreiheit mit dem Patienten muß daher auf lange Sicht unser Ziel bleiben.

Schaffen wir die Voraussetzungen dafür, daß die Zielgruppe derjenigen Patienten, die qualitative Individualzahnheilkunde möchten, auch genügend Zahnärzte finden, die diese betreiben und anbieten. Daß dies bis heute nicht der Fall ist, zeigen die immer wieder erstaunten Fragen von Patienten, die nach wahren Odysseen durch diverse deutsche Zahnarztpraxen beteuern: 'Das habe ich noch nie erlebt, daß sich ein Zahnarzt eine Stunde Zeit für meine Krankengeschichte genommen hat!'

Nach meinen Erfahrungen sind es aber höchstens 20% der Bevölkerung, die eine solche Form der Medizin überhaupt wollen. Der Rest möchte seine Probleme, die er - außer akuter Schmerzen - in seinem Gebiß angesammelt hat, möglichst gar nicht wissen - geschweige denn in causaler Weise gelöst haben. Es geht also nicht darum, die traditionelle Zahnmedizin und damit den Sicherstellungsauftrag für die Zahngesundheit im Sinne von Beschwerdefreiheit der Bevölkerung aus den Angeln zu heben, sondern es geht darum, der von uns betriebenen Spielart der Qualitätszahnheilkunde Luft zum Atmen und zum Überleben zu verschaffen.

Detlef Schmidt  

 

(C) 1997 Detlef Schmidt, 10 Moltkestrasse,  D-26122 Oldenburg / Germany
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